// Ratgeber für naturbelassenes Avocadoöl

Herkunft der Avocado

Den größten Anteil an der Avocado-Produktion hat Mexiko, danach folgen die Dominikanische Republik und Kolumbien.

Avocado halbiert im Detail

halbierte Avocado - Foto von: Kjokkenutstyr - CC-BY-SA 4.0

Wann wurde die Avocado das erste Mal erwähnt? Der spanische Historiker und Eroberer Pedro de Cieza Leon, notierte in seinen Reisetagebüchern, dass es sich bei der Avocado um eine in Peru, Kolumbien, Ecuador und Panama wachsende Frucht handelt.

Vier Jahre später, also im Jahr 1554, hält Francisco Cervantes Salazar in seinem Buch „Chroniken des Neuen Spaniens“ fest, dass Avocados zu den Früchten gehören, die auf dem Markt des heutigen Mexiko City, dem damaligen Tenochtitlan, angeboten werden.
Zu dieser Zeit entdecken die Spanier den ersten besonderen Einsatzzweck dieser Frucht. Als sie feststellten, wie sich der milchige Saft an der Luft dunkelrot färbt, beginnen sie, diese Flüssigkeit als Tinte zu verwenden. Noch heute existieren alte Dokumente, die mit Avocadosaft geschrieben wurden.

Wann die Avocados schließlich in Europa eingeführt wurden, ist nicht sicher belegt. Es kann bereits im 16. Jahrhundert unter dem spanischen Entdecker Hernan Cortes gewesen sein, oder erst Mitte des 17. Jahrhunderts von den englischen Seefahrern.
Belegt ist jedoch, dass Avocados wegen ihres hohen Nährwerts für Seeleute zu einem wertvollen und beliebten Proviant wurden. Schnell stellten sie fest, dass Avocados aufgrund ihres hohen Protein- und Fettgehalts sich ausgezeichnet als Fleisch- und Butterersatz auf langen Seereisen eigneten. Aus dieser Zeit stammt auch der Ausdruck „Butter des Seemanns“, da europäische Seefahrer Avocados gerne als Aufstrich für ihren Schiffszwieback verwendeten.

Die Avocadofrucht wurde also in Europa zuerst als Nahrungsmittel bekannt, während Gräberfunde in Mexiko beweisen, dass die Avocadofrucht dort bereits seit über 9.000 Jahre genutzt wird. Azteken und Inka schätzten das Fruchtfleisch der „ahuacatl“ als Aphrodisiakum sowie den Kern als Verhütungsmittel. Heute noch wird das Blatt der Avocado in der indianischen Heilkunde bei Fieber, das aus den Früchten gewonnene Öl bei Haut- und Schuppenflechte sowie die Rinde des Baumes bei Frauenleiden empfohlen.

Die Spanier brachten die Pflanze schon bald nach Venezuela, nach Chile, in die Karibik, nach Madeira und zu den Kanaren. Erst im 19. Jahrhundert wurde sie in Afrika und Madagaskar und im Süden der USA verbreitet. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts wird sie auch im Mittelmeerraum angebaut und seit den 70er Jahren in Spanien.

Exporte von Avocado und einen Handel in größerem Stil gibt es jedoch erst seit Ende des 2. Weltkrieges. Zuerst beschränkte sich der Export überwiegend auf die USA und Frankreich. Später entwickelten sich auch Großbritannien, die Niederlande und Deutschland zu großen Importeuren.

Wo genau zum ersten Mal der kosmetische Wert dieser Frucht erkannt und verbreitet wurde, lässt sich schwer sagen. Diese Entwicklung verlief aber zeitgleich mit dem Handel in den europäischen Ländern. Es wird behauptet, dass sich auch die Seefahrer des 16. und 17. Jahrhundert gelegentlich mit dem Saft der Avocado eingerieben haben sollen, um sich vor der Sonnenbestrahlung zu schützen. Belegt werden kann dies jedoch nicht. Die Nutzung von Avocadoöl ist jedoch nicht neu, denn bereits die Azteken kannten den Wert des Öls.

Der Avocadobaum: Immergrün mit Millionen Blüten

Alle heute bekannten Zuchtformen der Avocado stammen von den Wildarten Persea americana und Persea nubigena ab, die aus Mittelamerika stammen. Die Namen der heutzutage meistverkauften Sorten sind Fuerte (stark/kräftig) und Hass (nach dem kalifornischen Postmann Rudolph Hass, der diese Sorte um 1930 erstmalig in seinem Garten entdeckte).

Die Avocado gehört zu den Lorbeergewächsen. Es sind immergrüne Bäume, die 10 bis 15 Meter hoch werden. Die Rinde des Avocadostammes ist relativ glatt mit einer aschgrauen Farbe. Das Holz dieser Bäume ist recht weich, so dass die ihre Zweige bei Wind leicht abbrechen können.
Die Blätter des Avocadobaumes sind nicht geteilt und in jungem Alter hellgrün. Bei den üblich sonnigen Standorten nehmen sie später eine glänzend dunkelgrüne Farbe an.

Manche Blätter geben einen leicht nach Anis riechenden Geruch ab, wenn man an ihnen reibt. Das Wurzelwachstum dieser Bäume hängt stark vom Untergrund ab. Die Blüten der Avocado sind mit einer Länge von nur 5 bis 8 mm recht klein und haben eine gelbliche bis grünliche Farbe. Jeder einzelne Avocadobaum trägt oft mehr als eine Million Blüten. Jedoch setzt nur ein geringer Prozentsatz dieser Blüten auch Früchte an.

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